Video Styles und Erzählformate in MOOCs – Nachlese zu den Herbstimpulsen 2014

Heute fanden im Gästehaus der Goethe-Universität die so genannten Herbstimpulse statt, die canudo und studiumdigitale gemeinsam zur Frage „Wie kann Bewegtbild das Lernen unterstützen? und damit auch zur Bedeutung von Videos in Bildungsprozessen veranstalteten. Auf der Veranstaltung berichtete Prof. Dr. Oliver Vornberger von seinen Erfahrungen mit der Videoproduktion für MOOCs und Peter Scheffler (DFB) gab einige grundlegende Hinweise zur Gestaltung von Videos aus einem journalistischen und filmerischen Hintergrund. Während die beiden Vorträge erst in Kürze an dieser Stelle erscheinen werden, hier schon jetzt einige Links zum „Nachschauen“, quasi als Ergänzung zu den vorgetragenen Impulsen. Weiterlesen

Entsteht in MOOCs Content, der in Schulen nutzbar ist?

Im Rahmen eines Workshops, den ich zusammen mit Christian Freisleben-Teutscher und David Röther auf Anregung von Monika König auf der eDidaktik Tagung in Linz geben werden, hat Christian die Frage angeregt, welchen Nutzen MOOCs für das schulische Lernen haben und ob dort Content entsteht, der für Schulen nutzbar ist. Mir auf diese Anregung hin, darüber Gedanken machen, erschienen mir folgende Aspekte sinnvoll:
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Stellungnahme zu MOOCs der Österreichischen Universitätenkonferenz

Fast zeitgleich zur HRK Stellungnahme zu MOOCs erscheint ein entsprechendes Papier der Österreichischen Universitätenkonferenz KRITERIEN und LEITSÄTZE für eine qualitätsgesicherte Verwendung von MOOCs.

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David Röther vergleicht die beiden Positionspapiere miteinander und bemerkt, dass der deutsche differenzierter die Potentiale, Formate und Rahmenbedingungen (Anrechenbarkeiten) behandelt, die der österreichische Beitrag auslässt, zugleich jedoch auch werden dort Aspekte wie die Anrechenbarkeit behandelt. Ausführungen zur Internationalisierung von Bildung sowie zur Vernetzung fehlend dort jedoch weitgehend.

Neue HRK Publikation zu MOOCs

Die Hochschulrektorenkonferenz hat einen Band zu „Potenzialen und Probleme von MOOCs – eine Einordnung im Kontext der digitalen Lehre“ herausgegeben, in der sie sich mit der Rolle von MOOCs in der (deutschen) Hochschullandschaft befasst und auch die MOOC Entwicklung bis heute in Deutschland nachzeichnet – dabei vor allem überraschenderweise cMOOCs nennt (was überraschr insofern, als dass die Presse sich doch meist auf so sogenannten xMOOCs fokussiert).

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„MOOCs Won’t Replace Business Schools — They’ll Diversify Them“ – Studie im Hardvard Business Review veröffentlicht

Gayle Christensen, Brandon Alcorn and Ezekiel Emanuel veröffentlichen eine Studie im Harvard Business Review: MOOCs Won’t Replace Business Schools — They’ll Diversify Them. S. dazu auch ein Interview mit Ezekiel J. Emanuel auf der Webseite der Wharton University, Knowledge Wharton: Do MOOCs Upend Traditional Business Education?:

“It doesn’t seem that MOOCs are undermining traditional business schools, but may be complimenting them, enriching them and providing a great opportunity to [engage] other diverse student bodies.“

Kritische Stimmen zu MOOCs in der Presse

Kritisch äußert sich Ralf Lankau, Professor für Mediengestaltung und Medientheorie an der Hochschule Offenburg, in dem Beitrag „Ohne Dozenten geht es nicht“ in der ZEIT vom 20.1.2014 zu MOOCs und kritisiert die unbetreute Bereitstellung von Vorlesungsvideos im Netz, was dann als MOOCs angepriesen wird. Er reagiert damit auch auf die von Jörg Dräger und CHE-Consult vorgestellten „10 Thesen zur Digitalisierung von Hochschullehre“, die an dieser Stelle schon verlinkt wurden (s. dazu auch den Beitrag in der ZEIT online von Jörg Dräger „Maßgeschneiderte Vorlesungen für alle“ vom 5.12.13)

Auch Sebastian Thrun kritisiert die noch mangelnde Qualität vieler MOOCs mit dem Beitrag „MOOCs sind bisher nicht gut genug“, der am 15.1.14 in der ZEIT und Tagesspiele erschienen sind.

Dass die aktuellen MOOC-Aktivitäten ganz klar erst mal ein Experiment für die Universität ist, gibt Bernd Huber, Präsident der LMU, in einem Interview auf Heise.de vom 23.1.14 ganz offen zu und beschreibt die Stategie der LMU, die als eine der ersten Universitäten eine Kooperation mit einem amerikanischen MOOC-Portal (Coursera) einging.